Im Rahmen der Übung kommt neben dem Waldbrandzug das rheinland-pfälzische Konzept der „Vorgeplanten überörtlichen Hilfe größeren Umfangs“ zum Einsatz. Es ermöglicht, bei Großschadenslagen kurzfristig zusätzliche Einsatzkräfte aus benachbarten Landkreisen zu mobilisieren. An der Übung nehmen Einsatzkräfte aus den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück teil, die dem ehemaligen Leitstellenbereich Bad Kreuznach angehören. Unterstützt werden sie von der Polizeihubschrauberstaffel Rheinland-Pfalz und einer Drohneneinheit des Wasserrettungszuges Rhein-Hunsrück-Kreis sowie der technischen Einsatzleitung.
Geübt wird ein Waldbrand, der sich in Richtung einer Ortschaft ausbreitet und Gebäude gefährdet. Ziel der Übung ist es, die Zusammenstellung und Erfassung der Einsatzbereitschaft im Sammelraum Birkenfeld sowie die anschließende Verlegung als geschlossener Verband in den Einsatzraum Pydna bei Kastellaun zu trainieren. Darüber hinaus werden der Einsatz eines Vorauskommandos, das Zusammenwirken aller Züge und Module der Bereitschaft sowie die Zusammenarbeit mit dem Polizeihubschrauber erprobt.
Für die Bevölkerung besteht durch die Übung keinerlei Gefahr. Im Bereich der Pydna kann es allerdings zu Rauch- und Flammenentwicklung kommen. Außerdem ist auf umliegenden Straßen und Wirtschaftswegen mit verstärkten Fahrzeugbewegungen der Feuerwehr zu rechnen, denn die Anfahrt der Einheiten erfolgt im Verband. Hubschrauber werden über dem Gebiet kreisen. Es besteht dadurch kein Grund zur Beunruhigung. Der Hauptteil der Kräfte wird gegen 11:30 Uhr auf der Pydna erwartet. Die praktische Übung beginnt voraussichtlich um 12:45 Uhr und endet gegen 17 Uhr.
Mit der Übung verbessern die beteiligten Landkreise die Abstimmung ihrer Einsatzkräfte, um im Ernstfall schnell und wirksam Hilfe leisten und die Bevölkerung schützen zu können. Der Zutritt zum Einsatzgelände ist ausschließlich den eingesetzten Kräften und Übungsteilnehmern vorbehalten.

