In den vergangenen Monaten hat sich die Kreisverwaltung intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort konkret abgefedert werden können. Bei einem Klimaanpassungs-Workshop im Kreishaus kamen dazu knapp 50 Akteure aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen. Im Anschluss wurden zentrale Akteure unter anderem aus den Bereichen Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Verwaltung in Interviews zu ihren Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten befragt.
Die Ergebnisse fließen gemeinsam mit den bereits durchgeführten Klimarisikoanalysen und der Ausweisung von sogenannten Hotspots in einen umfangreichen Maßnahmenkatalog ein. Ziel ist es, den Verbandsgemeinden und der Stadt Boppard konkrete Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie sich gezielt auf die jeweiligen Herausforderungen vor Ort einstellen können.
Ein zentrales Handlungsfeld ist dabei die Anpassung an zunehmende Hitze und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Weitere Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Forst- und Landwirtschaft, Bauwesen und Biodiversität. Auch dem natürlichen Klimaschutz kommt eine besondere Bedeutung zu.
Der Maßnahmenkatalog soll dabei nicht nur beschreiben, was umgesetzt werden kann, sondern auch aufzeigen, wie die Maßnahmen konkret realisiert werden können. Dazu gehören Angaben zu beteiligten Akteuren und Verantwortlichkeiten, Zielgruppen, Personal- und Kostenaufwand, Umsetzungszeiträumen sowie zur Erfolgskontrolle. Auch wird dargestellt, ob es sich um einmalige, wiederkehrende oder dauerhaft erforderliche Maßnahmen handelt und welche der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) mit der jeweiligen Maßnahme unterstützt werden.
Die Bandbreite der möglichen Maßnahmen ist groß: Sie reicht von einer kreisweiten Grünflächenstrategie und der Umsetzung von Hochwasserschutzkonzepten über das Schwammland-Prinzip im Forst bis hin zu Begrünungsmaßnahmen, Informationsveranstaltungen und Bildungsangeboten.
Klimaanpassung gelingt nur gemeinsam. Deshalb möchte die Kreisverwaltung auch die Erfahrungen und Ideen der Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis in die weitere Arbeit einbeziehen. Im Rahmen einer Online-Bürgerbeteiligung können Interessierte vom 1. bis 30. November 2026 ihre Einschätzungen und Anregungen zum Thema Klimaanpassung einbringen.
Die Teilnahme ist über den folgenden Link möglich:
https://www.limesurvey.e-eff.de/Beteiligung-Klimaanpassungskonzept-RheinHunsrückKreis.
Die Kreisverwaltung lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich zu beteiligen und damit die Klimaanpassung im Rhein-Hunsrück-Kreis aktiv mitzugestalten.

