Waldbrandzug des Rhein-Hunsrück-Kreises bewährt sich bei erster Großübung

An der mehrstündigen Übung auf dem Bundeswehrgelände Pydna bei Hasselbach beteiligten sich Feuerwehren aus allen Verbandsgemeinden des Landkreises sowie der Stadt Boppard. Darüber hinaus waren das Deutsche Rote Kreuz, die DLRG, der Malteser Hilfsdienst, die Technische Einsatzleitung des Landkreises und weitere Einheiten des Katastrophenschutzes eingebunden. Insgesamt kamen rund 130 Einsatzkräfte mit etwa 30 Fahrzeugen und einem Hubschrauber zum Einsatz.

Das Übungsszenario ging von einem zunächst auf einem Feld entstandenen Brand aus, der sich aufgrund hoher Temperaturen, geringer Luftfeuchtigkeit und starker Winde zu einem großflächigen Waldbrand entwickelte.

Ein Schwerpunkt der Übung lag auf der koordinierten Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzabschnitte. Neben der unmittelbaren Brandbekämpfung wurden auch Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Gebäude, das Anlegen von Brandschneisen sowie die Wasserversorgung über lange Wegstrecken trainiert. Die Einsatzkräfte am Boden wurden dabei von einem Polizeihubschrauber unterstützt, der in die luftgestützte Brandbekämpfung eingebunden war.Erstmals im Rahmen einer Großübung kam zudem der neu aufgestellte Waldbrandzug des Rhein-Hunsrück-Kreises zum Einsatz. Dieser besteht aus fünf Tanklöschfahrzeugen der Verbandsgemeinden und der Stadt Boppard sowie speziell ausgebildeten Kräften für die Vegetations- und Bodenbrandbekämpfung. Insgesamt gehören dem Zug 36 Einsatzkräfte an, die für Aufgaben wie das Anlegen von Kontrolllinien und Wundstreifen sowie spezielle Nachlöscharbeiten ausgebildet und ausgestattet wurden. Der Waldbrandzug wird landkreisweit eingesetzt und auch in der überörtlichen Hilfe.

v.l.n.r.: Landrat Volker Boch, Zugführer Christian Poschitz, BKI Peter Link

Landrat Volker Boch zeigte sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden: „Wald- und Vegetationsbrände gehören inzwischen zu den Einsatzszenarien, auf die wir uns intensiv vorbereiten müssen. Die heutige Übung hat gezeigt, dass unsere Einsatzkräfte hervorragend zusammenarbeiten und für anspruchsvolle Lagen gut aufgestellt sind. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die mit großem Engagement an dieser Übung teilgenommen haben - und allen, die sich in der Vorbereitung der Übung intensiv eingebracht haben.“

Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Link zog eine positive Bilanz: „Wir konnten die gesetzten Übungsziele erreichen und wertvolle Erkenntnisse für die weitere Optimierung unserer Einsatzkonzepte gewinnen. Jede Übung trägt dazu bei, im Ernstfall noch schneller und effektiver handeln zu können