Kreishaus Simmern
© KV RHK / Carolin Grundel 

Drei neue Einsatzfahrzeuge stärken den Zivil- und Katastrophenschutz im Rhein-Hunsrück-Kreis

Die beiden vom Bund bereitgestellten Fahrzeuge wurden für Aufgaben des Zivilschutzes beschafft. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt sie zugleich für Einsätze im Katastrophenschutz zur Verfügung. Damit können sie auch bei entsprechenden Einsatzlagen im Rhein-Hunsrück-Kreis eingesetzt werden. Das dritte Fahrzeug ergänzt die Ausstattung des Landkreises im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung.

 

Bei den Bundesfahrzeugen handelt es sich um einen CBRN-Erkunder zur Erkundung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahrstoffe sowie einen Krankentransportwagen des Typs B für den Transport verletzter oder erkrankter Personen. Der CBRN-Erkunder wird bei der Feuerwehr Simmern stationiert und in den Gefahrstoffzug des Landkreises integriert. Der Krankentransportwagen ergänzt die Medical Task Force 38 des Bundes und wird beim Deutschen Roten Kreuz in Bad Salzig stationiert.

 

Das dritte Fahrzeug, ein vom Landkreis beschafftes Mannschaftstransportfahrzeug, dient der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV). Es ermöglicht, PSNV-Einsatzkräfte bei größeren oder besonders belastenden Schadensereignissen zeitnah an den Einsatzort zu bringen. Das Fahrzeug wird im Katastrophenschutzlager in Simmern stationiert. Die psychosoziale Notfallversorgung richtet sich unter anderem an Betroffene, Angehörige, Augenzeugen, Ersthelfende und Einsatzkräfte.

 

Landrat Volker Boch unterstrich bei der Fahrzeugübergabe die Bedeutung einer bedarfsgerechten Ausstattung für einen leistungsfähigen Zivil- und Katastrophenschutz: „Ich bin froh, dass wir diese Fahrzeuge in den laufenden Betrieb bringen können. Gerade hinsichtlich der Ausstattung der Psychosozialen Notfallversorgung ist das neue Fahrzeug eine deutliche Verbesserung für die zahlreichen Einsätze, die geleistet werden. Wir hoffen natürlich immer, dass wir die für den Katastrophenschutz in Dienst gestellten Fahrzeuge nicht benötigen. Aber die Realität ist eine andere, und wir müssen uns gegenwärtig auf viele Herausforderungen im Zivil-, Brand- und Katastrophenschutz vorbereiten. Dazu gehört neben einer guten Ausbildung auch das notwendige Material, das wir als Landkreis weiter ausbauen wollen.“

 

Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Link unterstreicht die Bedeutung der neuen Fahrzeuge: „Wir arbeiten stetig daran, uns auf alle möglichen Einsatzlagen vorzubereiten. Die heute übergebenen Fahrzeuge sind ein Zeichen dafür, dass wir unsere Ausstattung kontinuierlich weiterentwickeln und die Einsatzfähigkeit unserer Einheiten stärken.“

 

Mit den drei neuen Fahrzeugen hat der Rhein-Hunsrück-Kreis seine Möglichkeiten erweitert, auf unterschiedliche Gefahrenlagen schnell und angemessen zu reagieren. Die zusätzliche Ausstattung stärkt die bestehenden Strukturen des Zivil- und Katastrophenschutzes und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft für besondere und komplexe Schadensereignisse weiter zu verbessern.