Neben den Einsatzkräften aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis waren auch die Landkreise Bad Kreuznach und Birkenfeld beteiligt. Ziel war es, die Abläufe der überörtlichen Hilfe und das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Das Szenario ging von einem seit mehreren Tagen andauernden Waldbrand aus, der sich in Richtung einer Ortschaft ausbreitete und Gebäude gefährdete. Die Einsatzkräfte übten, die Kräfte im Sammelraum Birkenfeld zusammenzuführen und anschließend als geschlossener Verband in den Einsatzraum auf der Pydna zu verlegen. Vor Ort trainierten sie unter anderem den Schutz der Gebäude, das Verlegen langer Schlauchleitungen und das Anlegen von Schutzstreifen.
Der Rhein-Hunsrück-Kreis war mit mehreren Einheiten an der Übung beteiligt: Neben dem Waldbrandzug unterstützten die Drohneneinheit des Wasserrettungszuges und die Freiwillige Feuerwehr Leideneck das Einsatzgeschehen. Darüber hinaus wurde die Technische Einsatzleitung des Kreises auf dem Übungsgelände eingerichtet, um die Führungs- und Koordinierungsabläufe zu trainieren. Die rund 190 Einsatzkräfte mit 42 Fahrzeugen wurden durch den Verpflegungszug der Einsatzbereitschaft versorgt, an dem unter anderem der Malteser Hilfsdienst aus Simmern beteiligt ist.
Unter der Leitung von Bereitschaftsführer Stefan Bohnenberger, Leiter der überörtlichen Hilfe und langjähriger ehemaliger Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises, waren sämtliche Züge und Module der Einsatzbereitschaft in die Übung eingebunden.
„Große Schadenslagen machen nicht an Landkreisgrenzen halt. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Einsatzkräfte kennen, ihre Abläufe aufeinander abstimmen und im Ernstfall Hand in Hand arbeiten können. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die sich mit ihrem Engagement und ihrer Zeit für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen und durch solche Übungen einen wichtigen Beitrag zur überörtlichen Zusammenarbeit leisten“, betont Landrat Volker Boch.

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Link unterstreicht: „Bei einem ausgedehnten Waldbrand müssen viele Einheiten und unterschiedliche Fähigkeiten ineinandergreifen. Gerade die Alarmierung, die gemeinsame Anfahrt und die Koordination vor Ort müssen gut funktionieren. Solche Übungen helfen uns, die Abläufe zu festigen und die Einsatzbereitschaft weiter zu stärken.“

Die Übung ist Teil des rheinland-pfälzischen Konzepts der „Vorgeplanten überörtlichen Hilfe größeren Umfangs“. Es ermöglicht, bei größeren Schadenslagen kurzfristig zusätzliche Einsatzkräfte aus benachbarten Landkreisen zusammenzuführen und zur Unterstützung einzusetzen. Durch regelmäßige gemeinsame Übungen verbessern die beteiligten Kreise ihre Zusammenarbeit und schaffen wichtige Voraussetzungen, um im Ernstfall schnell und wirksam Hilfe leisten zu können.

