Auswirkungen des Umweltschadens Wiebelsheim erheblich eingedämmt

Gemeinsam mit den Bürgermeistern der Ortsgemeinden Kisselbach, Laudert, Steinbach und Wiebelsheim sowie mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein und Simmern-Rheinböllen hat der Landkreis nun Regelungen vereinbart, wie die anstehenden und noch notwendigen Maßnahmen zur Behebung des Schadens und zur weiteren Minimierung von Umwelteinflüssen erreicht werden können. Zudem wurde eine Vereinbarung mit dem Betreiber der Pipeline auf den Weg gebracht, der sich seit März intensiv eingebracht hat.

Landrat Volker Boch erklärt zur aktuellen Situation: „In den vergangenen drei Monaten haben wir in einer sehr engen und guten Abstimmung verschiedenster Beteiligter viele Maßnahmen auf den Weg gebracht, die dazu geführt haben, dass die Umweltbelastungen durch den Schaden an der Pipeline deutlich verringert und eingedämmt werden konnten. Dafür möchte ich allen Beteiligten danken, insbesondere den Feuerwehren und den zahlreichen Helfern in den Ortsgemeinden, die von der ersten Minute an engagiert im Einsatz waren. Dieser Dank gilt ebenso dem Betreiber RMR, der nach dem Bekanntwerden des Schadens immer verfügbar und sehr präsent war und sich erheblich engagiert hat. Gerade die zahlreichen Ölsperren, die unverzüglich eingesetzt wurden, waren ein wesentlicher Faktor, der zur Reduzierung der Umweltschäden beigetragen hat. Außerdem wurde intensiv entlang der betroffenen Gewässer und auf den betroffenen Flächen gearbeitet. Dies war von großer Bedeutung und ist nur gelungen, weil wir eine hervorragende Zusammenarbeit hatten.“

Nun wurde mit den Orts- und Verbandsgemeinden besprochen und vereinbart, wie es weitergeht. Unter anderem werden die aufgebauten Ölsperren weiter betrieben, um für den Fall, dass noch Diesel an betroffenen Stellen freigesetzt wird oder beispielsweise durch Starkregenereignisse mobilisiert wird, solche Verunreinigungen aufzufangen. Zum aktuellen Zeitpunkt kann allerdings weitgehend festgestellt werden, dass die genommenen Bodenproben sowie Gewässerproben keine gesundheitlich bedenklichen Werte aufweisen. Dies betrifft auch Bereiche, in denen die Auswirkungen am erheblichsten waren. Unter anderem wurde in den vergangenen Wochen der Bereich der Ortslage Kisselbach intensiv beobachtet und fachlich untersucht. Der bis dato gesperrte Bereich des Spielplatzes in der Ortsmitte vom Kisselbach weist so auf der Basis von Bodenproben aktuell lediglich geringfügige Belastungen auf, die unter den vorgeschriebenen Grenzwerten liegen, sodass auch hier aktuell Entwarnung gegeben werden kann. Zur Sicherheit wird allerdings weiter die örtliche Ölsperre aufrecht erhalten, da auch in der Zukunft Reste von Diesel in diesem Bereich auftauchen können.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, in den vergangenen Wochen so intensiv an den bestehenden Aufgaben zu arbeiten, sodass wir diesen Stand erreichen konnten“, sagt Landrat Boch. „Ich bin sehr froh, dass wir dies gemeinsam geschafft haben. Dafür einen ganz herzlichen Dank.“