„Die Schulsportstätten des Kreises bilden eine zentrale Grundlage für den Sportunterricht sowie für zahlreiche schulische und außerschulische Bewegungsangebote. Sie werden außerhalb der Schulzeiten auch von Vereinen und der Bevölkerung intensiv genutzt und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander. Die Sportvereine sind zumeist ehrenamtlich getragen und in hohem Maße auf die kommunalen Sportstätten angewiesen. Mir ist es daher ein besonderes Anliegen, in die Sanierung der kreiseigenen Sportstätten zu investieren, um künftig eine zeitgemäße, moderne und energieeffiziente Sportinfrastruktur zur Verfügung stellen zu können. Der Kreistag hat diese Dringlichkeit ausdrücklich mit seinen klaren Entscheidungen erkannt und unterstützt das Vorgehen der Verwaltung“, so Landrat Volker Boch.
Die Verwaltung hat in einem Sanierungskonzept eine aktuelle Bestandsaufnahme vorgenommen und alle Sanierungsbedarfe erfasst. Diese wurden nach Dringlichkeit bewertet und entsprechend priorisiert. Auf diese Weise können die erforderlichen Maßnahmen für die kommenden Jahre verlässlich und bedarfsorientiert geplant sowie in der Finanzplanung des Kreises berücksichtigt werden. „Dieser Fahrplan ist durch unsere zuständige Fachabteilung in einem zügigen Verfahren erstellt worden und bietet eine klare und gute Grundlage“, sagt Boch.
Ausweislich des Sanierungskonzeptes stehen in den kommenden Jahren Investitionen in einer Höhe von geschätzten 32 bis 37 Millionen Euro an. Es handelt sich dabei größtenteils um Kosten, die aufgewendet werden müssen, um Schließungen zu verhindern. Diese Investitionen kann der Kreis ohne die Unterstützung durch Fördermittel nicht aufbringen.
Daher hatte die Verwaltung ihr Interesse für die Berücksichtigung im neuen Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ angemeldet. Leider fanden die Projekte des Kreises beim ersten Förderaufruf keine Berücksichtigung. „Die Nichtberücksichtigung unserer drängendsten Maßnahmen war und ist eine herbe Enttäuschung. Die Bundespolitik muss gerade in den ländlichen Räumen viel stärker auf die notwendigen Bedarfe Rücksicht nehmen. Es sind Projekte gefördert worden, die teils nicht einmal schulische Bedarfe abbilden. Aus meiner Sicht sollten solche allerdings vorgehen. Außerdem wurden bundesweit zahlreiche Schwimmbäder berücksichtigt, für die der Bund einen eigenen Förderaufruf vorgesehen hat. Für solche Entscheidungen fehlt mir das Verständnis“, erklärt der Landrat. Ungeachtet dessen strebt der Kreis nun an, die Sanierung der besonders dringenden Projekte voranzutreiben. „Es wäre natürlich dennoch wünschenswert, bei der nächsten Fördermöglichkeit nicht wieder leer auszugehen“, sagt Boch.
Der Kreis plant nun, den Ersatzneubau der Großsporthalle in Kastellaun, den Ersatzneubau der kleinen Halle in Kirchberg sowie die Generalsanierung des Sportstadions in Kirchberg mithilfe neuer Mittel aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ umzusetzen. Die Grundlage hierfür bildet das Regionale Umsetzungskonzept, das der Kreistag in seiner Sitzung am 15. Juni einstimmig beschlossen hat.
