Kreishaus Simmern

Breitbandversorgung & Mobilfunk


Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunft des ländlichen Raums im Rhein-Hunsrück-Kreis. Neben eigenwirtschaftlichen Ausbauten durch Telekommunikationsunternehmen wie Vodafone, Westconnect und die Telekom werden schwer erschließbare Gebiete durch Förderprogramme von Bund und Land unterstützt. Bereits im Rahmen des „Weiße-Flecken-Programms“ wurden rund 1.000 Haushalte sowie wichtige Einrichtungen an das Glasfasernetz angeschlossen. Aktuell läuft das Förderprogramm „Hellgraue Flecken“, in dem bis 2027 etwa 2.300 weitere Adressen mit Glasfaser versorgt werden.

  • Aktuelles

    Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur mit schnellen, flächendeckenden Internetanschlüssen ist für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunft unserer ländlichen Region von enormer Bedeutung.

    Grundsätzlich erfolgt der Ausbau durch eigenwirtschaftlich tätige Telekommunikationsunternehmen. Im Rhein-Hunsrück-Kreis läuft seit 2023 ein großes Kooperationsprojekt der Firmen Vodafone und Westconnect in dem ca. 22.000 Haushalte in 105 Orten mittels Glasfaserleitungen schnelles Internet erhalten. Aber auch andere Anbieter, wie die Telekom, bauen Ihre Netze weiter aus bzw. rüsten auf Glasfaser um.

    Für Haushalte, deren Erschließung aufgrund ihrer Lage nicht rentabel ist, gibt es Förderprogramme von Bund und Land.

    Der Rhein-Hunsrück-Kreis hat in den Jahren 2018 – 2021 bereits ein erstes kreisweites Ausbauprojekt mit öffentlicher Förderung realisiert. In diesem „Weiße Flecken Programm“ wurden rund 1.000 Haushalte, die bis dahin keine oder nur eine sehr langsame Interverbindung hatten, mit einem Glasfaseranschluss und damit mit Bandbreiten bis in den Gigabitbereich versorgt. Zusätzlich wurden Sonderstandorte wie Schulen und Krankenhäuser angeschlossen.

    Aktuell nimmt der Landkreis an dem Förderprogramm „Hellgraue Flecken“ teil. In diesem Ausbauprogramm werden ca. 2.300 Adressen an das Glasfasernetz angeschlossen. 2024 hat der Kreis hierfür einen Kooperationsvertrag mit der Westconnect geschlossen, die den Ausbau umsetzen und das Netz betreiben wird. Die errechnete Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 63 Millionen Euro wird durch Fördergelder von Bund, Land und Landkreis gedeckt. Der Ausbaustart war im Oktober 2024 in der Pilotgemeinde Urbar. Der Kreis ist entsprechend der räumlichen Struktur der Verbandsgemeinden insgesamt in 5 Lose aufgeteilt, die an unterschiedliche Baufirmen vergeben wurden. In allen Losen wird seit Ende 2025 gearbeitet. Bis Dezember 2025 waren insgesamt 533 Hausanschlüsse gebaut aber noch nicht funktionsfähig, da die Verbindungsleitungen und die Verteiltechnik noch nicht fertiggestellt sind.

    Ein unverbindlicher vorläufiger Bauzeitenplan wird in Kürze hier eingestellt. Insgesamt wird mit einer Bauzeit bis Ende 2027 gerechnet.

  • Grundstückseigentümererklärung

    Die Grundstückseigentümererklärung ist für das Förderprojekt an die EON zu senden: 

    EON Energie Deutschland GmbHTeam Highspeed, Bochumer Straße 24, 5661 Recklinghausen

    Oder an die folgende E-Mail-Adresse:

    service@eon-highspeed.com

    Bei Fragen zur GEE o. Produktverträgen steht die kostenlose Ruf-Nr. 0800 9900066 der Westconnect / E.ON zur Verfügung.

  • Aktuelles Ausbauprojekt: Das Hellgraue Flecken Programm"

    Ziel der Kreisverwaltung ist es, den gesamten Landkreis flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen. Durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die Telekommunikationsunternehmen ist bzw. wird spätestens in den nächsten 3 Jahren eine weitgehende Versorgung im Landkreis erreicht. Allerdings werden nicht alle Adressen eigenwirtschaftlich erschlossen.

    Für die verbleibenden Adressen betreibt der Landkreis ein zweites gefördertes Ausbauprojekt. Dieses wird im Rahmen des „Hellgraue-Flecken-Programms“ erneut durch den Bund und das Land gefördert.

    In diesem aktuellen Förderprojekt können alle Anschlüsse mit Glasfaser versorgt werden, die derzeit nur eine Versorgung unter 100 mbit/s haben. Hinzu kommen sogenannte sozio-ökonomische Schwerpunkte (hier insbesondere Unternehmen in einer bestimmten Größe, Schulen, Krankenhäuser und landwirtschaftliche Betriebe), auch wenn die Versorgung dort derzeit über 100 mbit/s aber unter 1 Gbit/s liegt.

    Nach Abzug von eigenwirtschaftlichen Ausbauplänen wurden im Kreisgebiet 2.283 Adressen für den Ausbau ermittelt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Wirtschaftlichkeitslückenmodells, in dem der Netzbetreiber die Kosten erstattet bekommt, die sich durch Bau und Betrieb des Netzes ergeben und nicht durch die zu erzielenden Einnahmen gedeckt sind.  Die Förderung teilt sich in 60% Bund, 30 % Land und 10% Landkreis auf.

    Nach einer europaweiten Ausschreibung in zwei Schritten hat der Kreisausschuss am 14.12.2023 den Zuschlag für die Maßnahme mit einer geförderten Wirtschaftlichkeitslücke von rund 63 Millionen Euro an die Westconnect GmbH erteilt.

    Der Spatenstich für die Baumaßnahmen ist für Oktober 2024 geplant. Sie sollen Ende 2027 abgeschlossen werden. Dabei wird abschnittweise gebaut, so dass erste Teilnehmer bereits in 2024 angeschlossen werden können. 

    Eventuell wird nach dem aktuellen Ausbau für die wenigen im Landkreis verbleibenden Adressen ohne gigabitfähigen Internetzugang ein drittes Förderprojekt im Rahmen der dann geltenden Regelungen beantragt.

    So genannte HFC-Netze, also Adressen, die mit einem (Fernseh)Kabel-Anschluss versorgt sind bzw. versorgt werden können, gelten übrigens als gigabitfähig und sind damit nicht förderfähig. Das betrifft rund 14.500 Adresspunkte im Kreisgebiet. Diese sind aber zu großen Anteilen für den eigenwirtschaftlichen Ausbau attraktiv.

  • Ausbau von Einzellagen 

    Schwer erschließbare Einzellagen sind nach der Landesrichtlinie nur förderfähig, soweit es sich um sozio-ökonomische Schwerpunkte handelt. Reine privat bewohnte Häuser bzw. Mühlen fallen nicht darunter, weshalb einige Adressen im aktuellen Förderprojekt nicht dabei sein können.

  • Eigenwirtschaftlicher Ausbau

    Parallel zum Förderprojekt Graue-Flecken wurde ein großflächiger eigenwirtschaftlicher Breitbandausbau durch eine Kooperation der Fa. Westenergie mit Vodafone gestartet. Die Projektpartner wollen in den kommenden Jahren rund 17.600 Adressen mit Glasfaseranschlüssen versorgen.

    Weitere Informationen zum eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau finden Sie auf den Seiten von Vodafone.

    Die Haushalte, für die ein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau geplant ist, werden nicht in der Förderkulisse des Graue-Flecken-Programms berücksichtigt.

  • Derzeitige Versorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis

    Von den rund 42.000 Anschlusspunkten im gesamten Landkreis sind derzeit rund 25.000 Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 1 GBit/s versorgt bzw. werden in den nächsten 3 Jahren von Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich versorgt. Hierunter fallen auch so genannte HFC-Netze, also Anschlüsse mit einem (Fernseh)-Kabel-Anschluss der Fa. Vodafone Kabel Deutschland GmbH. Fast alle übrigen Anschlüsse haben derzeit eine Versorgung im Bereich zwischen 50 mbit/s und 200 mbit/s.

    Konkrete Informationen über die derzeitige Versorgungslage in Ihrem Ort können Sie dem Breitbandatlas des Bundes entnehmen.

    Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, im Internet mit der genauen Adressbezeichnung bei den einzelnen Telekommunikationsunternehmen Verfügbarkeitsabfragen durchzuführen. 

  • Situation im Rhein-Hunsrück-Kreis

    Die Mobilfunkversorgung wird zunehmend zu einem wichtigen Standortfaktor für die Landkreise. Insgesamt ist nach den Meldungen der Mobilfunkbetreiber, die bei der Bundesnetzagentur gesammelt werden, die Mobilfunkversorgung im Kreis gut. Es wird für den 2 G Bereich der Sprachübertragung sogar der Traumwert von nahezu 100 % der Haushalte und 97 % der Flächen angegeben. Auch für den 4 G Bereich der Datenübertragung sind diese statistischen Werte, die alle Telekommunikationsnetze in der Zusammenfassung abbilden, sehr gut. Allerdings ist die für diese Meldung geforderte Bandbreite sehr gering. Wenn man weiter ins Detail geht und die Abdeckung der Netze einzeln betrachtet, offenbaren sich doch einige Lücken und es wird klar, dass das persönliche Erleben der Mobilfunkversorgung an vielen Stellen deutlich von den statistisch so guten Werten abweicht. Dies gilt umso mehr in den topographisch bewegten Bereichen des Landkreises, wie den engen Tälern zu Rhein und Mosel sowie dem Soonwaldkamm.

  • Funkloch-App & BreitbandMessung

    Zur Identifizierung von unversorgten Gebieten kann jeder Einzelne beitragen. Mit der kostenfreien Funkloch-App der Bundesnetzagentur können Funklöcher ganz simpel von jedem Smartphone aus erfasst werden. Die jeweilige Netzverfügbarkeit (kein Netz, 2G, 4G, 5G) wird dafür auf dem Endgerät gespeichert. Die Ergebnisse werden anonymisiert und aggregiert an die Bundesnetzagentur übermittelt und in der Funkloch-Karte des Gigabitgrundbuchs des Bundes verarbeitet. Die Funkloch-App steht kostenlos und werbefrei in den App-Stores zum Download bereit. 


  • Allgemeines zum Mobilfunkausbau

    Der Mobilfunkausbau erfolgt in erster Linie eigenwirtschaftlich durch die verschiedenen Mobilfunkanbieter, die ihre Netze dem stets steigenden Bedarf entsprechend ausbauen. In der ersten Priorität steht die Versorgung der Haushalte im Fokus. In zweiter Priorität werden die vorhandenen Verkehrswege - also vor allem Straßen und Bahnlinien - ans Mobilfunknetz angeschlossen. Hierfür wurden den Telekommunikationsunternehmen im Rahmen der Mobilfunklizenzvergabe vom Bund die Schließung von Funklücken verpflichtend aufgegeben. Zusätzlich ist die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) des Bundes von der Bundesregierung beauftragt, die Flächenversorgung durch das Schließen der sogenannten weißen Flecken zu verbessern.

  • Ausbau in den nächsten Jahren 

    Es sind nach unseren Informationen im Kreisgebiet insgesamt 16 neue Standorte geplant. Dabei ist besonders der Bau neuer Mobilfunkmaststandorte eine aufwendige Angelegenheit. Von Feststellung eines unversorgten weißen Flecks über die Suche des idealen Standorts, der Flächenakquise sowie der Baugenehmigung ist einiges zu tun.