Die erste öffentliche Ladesäule im Rhein-Hunsrück-Kreis wurde modernisiert

Der Betreiber dieser Ladesäule, der Energiedienstleister und Infrastrukturbetreiber Westenergie, hat nun gemeinsam mit seinem Ladeinfrastruktur-Experten Compleo Charging Solutions die beiden Ladepunkte modernisiert, technisch optimiert und somit für die Zukunft gesichert. Vor allem die bevorstehende Abschaltung des 2G-Netzes ab Mitte 2028 hätte den Kommunikationsweg zur Abrechnung der Ladevorgänge unterbrochen. Auch neue gesetzliche Anforderungen, etwa die Verpflichtung zu intelligenten Messsystemen ab 2029/30, erforderten ein technisches Upgrade. Die neue Säule erfüllt alle regulatorischen Vorgaben. Die Technologie kommuniziert über das LTE-Netz (4G) und erfüllt alle aktuellen technischen Anschlussbedingungen.

Die runderneuerte erste Ladesäule im Kreisgebiet steht symbolisch für den dynamischen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur im Landkreis. Aktuell sind 219 öffentliche Ladepunkte im Rhein-Hunsrück-Kreis in Betrieb, hiervon 118 Schnellladepunkte mit einer Leistung von 50 bis 400 kW.

Auch die Anzahl der Elektroautos auf den Straßen im Landkreis steigt immer schneller an. Im Jahr 2015 waren erst 18 elektrische KFZ zugelassen. Aktuell sind 9.026 voll- und teilelektrische KFZ im Rhein-Hunsrück-Kreis zugelassen (hiervon 3.263 reinelektrische KFZ und 5.763 Hybridfahrzeuge). Dies entspricht 9,3% aller motorisierten KFZ im Landkreis. „Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis und seine Bürgerinnen und Bürger sich intensiv mit Fragen der Energiewende beschäftigen. Es ist schön, dass es gerade auch bei der Anzahl von Ladepunkten inzwischen viele Angebote in der Region gibt und diese dort, wo Energieerzeugung stattfindet, auch genutzt werden“, sagt Landrat Volker Boch.

Im ländlichen Raum finden schätzungsweise 90% aller Ladevorgänge im privaten Bereich mit Haushaltstrom statt. Hierdurch ist die Mobilität laut fachlichen Schätzungen für die Verbraucher erheblich günstiger im Vergleich zu einem benzin- oder dieselbetriebenem PKW, sogar um bis zu 2/3.

Statistisch gesehen ist bereits auf jedem vierten Wohngebäude im Rhein-Hunsrück-Kreis eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Die Beladung der Elektroautos mit eigenem Sonnenstrom vom Dach ist – je nach individueller Situation – mit Vollkosten von ca. 1,50 Euro auf 100km Fahrtstrecke besonders wirtschaftlich – dies entspricht bei aktueller Betrachtung nur rund 10% im Vergleich zu einem Verbrenner. Die aktuelle Energiekrise verstärkt daher die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.