In seinen Begrüßungsworten betonte Landrat Volker Boch die Bedeutung einer möglichen Bahnanbindung: „Gerade für die Wirtschaft kann eine Bahnanbindung ein echter Standortvorteil sein. Entscheidend ist dabei der konkrete Bedarf: Je höher dieser ausfällt, desto größer sind die Chancen auf eine Reaktivierung der Strecke mit attraktiven Rahmenbedingungen für Güter- und Personenverkehr.“
Das Land Rheinland-Pfalz prüft derzeit die Nutzungsmöglichkeiten sowie die Bedarfe entlang der Trasse. Vor diesem Hintergrund sei es laut Boch besonders wichtig, die Potenziale für die regionalen Unternehmen eingehend zu beleuchten und möglichst auch konkret zu nutzen.
Aus diesem Anlass hatten die Kreisverwaltung sowie der Regionalrat Wirtschaft e.V. interessierte Unternehmen eingeladen, um über mögliche Nutzungsoptionen der Hunsrückquerbahn für Unternehmen zu informieren. Als fachkundiger Referent berichtete Alexander Neubauer, Prokurist der ZL-Traktion GmbH, aus erster Hand über praktische Erfahrungen und Perspektiven. Im Anschluss stand er für einen intensiven Austausch mit den Teilnehmenden zur Verfügung.
Insbesondere im Bereich Güterverkehr bestehen bei vielen Unternehmen noch offene Fragen, die für eine mögliche Abgabe einer Absichtserklärung entscheidend sind. So wurde unter anderem die Anbindung an internationale Verkehrsnetze, etwa in Richtung Belgien, Niederlande und Frankreich, thematisiert. Ein weiterer Diskussionspunkt war die oftmals noch fehlende Vorstellung konkreter wirtschaftlicher Vorteile. Thomas Hähn, Vorsitzender des Regionalrates Wirtschaft, regte an, erfolgreiche Beispiele aus anderen Regionen zu betrachten: „Wir sollten uns Best-Practice-Beispiele anschauen, in denen die Bahn nachweislich erhebliche wirtschaftliche Vorteile – auch finanzieller Art – gebracht hat.“ Letztlich geht es darum, das Thema weiter zu verfolgen, um die bestmöglichen Ergebnisse für die Region zu erzielen.
Bei Fragen oder Interesse zum Thema können sich Interessierte gerne an Julie Kaiser-Girard bei der Kreisverwaltung wenden: julie.kaiser-girard@rheinhunsrueck.de
