Landrat Volker Boch eröffnete die Veranstaltung und betonte in seiner Ansprache die zentrale Rolle eines starken medizinischen Netzwerks für die Zukunft der Gesundheitsversorgung. „Gerade in herausfordernden Zeiten sind die persönlichen Begegnungen und interdisziplinärer Austausch von Bedeutung“, so der Landrat, „die Facetten der Gesundheitsversorgung in der Region sind vielfältig und für unsere Bürgerinnen und Bürger gerade in einer insgesamt älter werdenden Bevölkerung von erheblicher Bedeutung.“
Mittelpunkt des Programms war der Fachvortrag von Dr. rer. pol. Julia Nierhoff aus dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit. Mit ihrem Vortrag zum Thema „Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz – Was die Krankenhausreform mit Ihrer Praxis zu tun hat“ gab sie spannende gesundheitspolitische Perspektiven und bot den anwesenden Medizinerinnen und Medizinern zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Austausch. Die anschließende Diskussion zeigte: Das Thema bewegt. In offener und zugleich kollegialer Atmosphäre wurden Fragen gestellt und unterschiedliche Sichtweisen von Medizinerinnen und Medizinern aus Praxen und Kliniken beleuchtet. Gerade gegenwärtig ist die Ausgestaltung der Gesundheitspolitik in Deutschland ein komplexes und entscheidendes Thema.
Landrat Boch dankte der Referentin für ihren Beitrag und leitete in einen offenen Austausch über, der von den Anwesenden intensiv genutzt wurde. In freundlicher Atmosphäre konnten dabei auch Kontakte geknüpft, Ideen geteilt und Informationen über das Medizinstipendienprogramm des Kreises eingeholt werden.
Mit dem seitens des Landkreises gewährten Stipendium erhalten Medizinstudierende finanzielle Unterstützung während des Studiums und besondere Einblicke in die medizinische Versorgung des Kreises im Rahmen von Stipendientreffen. Aktuell gibt es 13 Studierende, die im Rahmen des Stipendiums ihr Studium ausüben und ihre berufliche Zukunft im Rhein-Hunsrück-Kreis gestalten wollen.
Auch in diesem Jahr vergibt der Landkreis wieder neue Stipendien an junge Studierende und ruft Interessierte dazu auf, sich mit den Fördermöglichkeiten zu beschäftigen. Die Kreisverwaltung und das Gesundheitsamt beraten dazu gerne.
Bewerbungen können bis zum 31. Mai 2026 an die Adresse gesundheitsamt.verwaltung@rheinhunsrueck.de gesendet werden.
Weitere Informationen zu dem Programm und Ansprechpartner der Verwaltung sind auf der Homepage der Kreisverwaltung zu finden: kreis-sim.de/Aktuelles/Stipendien-für-Medizinstudierende/

