Kreishaus Simmern

Internationaler Frauentag am 8. März 2026: Gleichberechtigung bleibt Auftrag

Frauen tragen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, was regelmäßig zu beruflichen Einschränkungen, geringeren Einkommen und Nachteilen in der Altersvorsorge führt. Besonders betroffen sind Alleinerziehende. Zudem bleibt die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen deutlich hinter dem Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe zurück.

Ein zentrales Thema bleibt der verbesserte Schutz vor Gewalt gegen Frauen.

Der Fokus liegt auf physischer, sexualisierter und psychischer Gewalt, die sowohl im familiären als auch im partnerschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext auftreten kann.

Auch im Jahr 2026 ist der Einsatz zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen unerlässlich. Laut dem Bundeskriminalamt zeigen die Zahlen aus dem Jahr 2024, dass Straftaten gegen Frauen weiter zunehmen, insbesondere Häusliche Gewalt, digitale Gewalt und frauenfeindliche, politisch motivierte Kriminalität.

Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist dieses Problembild ebenfalls präsent. Zahlreiche Initiativen und engagierte Akteurinnen und Akteure setzen sich für Prävention, Unterstützung von Betroffenen und Aufklärung ein. Dennoch stoßen Fach- und Beratungsstellen an ihre Kapazitätsgrenzen.

„Der Weltfrauentag erinnert daran, dass Gleichstellung nicht nur eine politische und gesellschaftliche Aufgabe bleibt, sondern eine Frage von Würde, Gerechtigkeit und gelebter Menschlichkeit ist“, betont die Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Harder.

Der Internationale Frauentag ist ein weltweiter Aktionstag, der nicht nur Frauen, sondern die gesamte Gesellschaft anspricht. Gleichberechtigung ist ein fundamentales demokratisches Prinzip und muss in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit konsequent umgesetzt werden.